Das Zentrum der Welt

Das kleine Mädchen streicht sich die Haare aus dem erhitzten Gesicht.
Im Hintergrund beginnt die Band im Musikpavillon ein neues Stück Jazz, das Saxophon dominiert und bringt den mitreißenden Rhythmus auf den Punkt. Es ist der Beginn des Abends in dieser Stadt der Reichen am azurblauen Strand des Meeres. Die Schiffe und Yachten des Hafens sind von hier aus zu sehen.

Das Leben jedoch spielt sich gerade vor der Bühne auf jenem kleinen Platz ab, an dem das Mädchen wieder anfängt, sich zur Musik zu bewegen. Ohne Lehrmeister, ohne Lehrbücher lässt sie sich einfach von der Musik mitnehmen; bewegt ihre Arme, setzt die Füße schnell und elegant, schüttelt ihre wilden Haare und dreht sich immer schneller und schneller. Ihre Augen strahlen vor Lebenslust.

Während die feinen, teuren Damen und Herren ihre Abendclubs und Restaurants ansteuern ohne nach rechts und links zu blicken, befindet sich der Mittelpunkt der Welt in diesem Moment nicht weit von ihnen entfernt und streicht sich ihre Haare aus dem erhitzten und funkelnden Gesicht.

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2 Gedanken zu “Das Zentrum der Welt

  1. Ja, wirklich schön, ganz nach meinem Sinn und Geschmack für das Gegenwärtige.
    Vermiss‘ die Zeit, in der ich diesen Sinn und Geschmack mit dir geteilt haben durfte …
    bis dahin; bleib behütet!!!

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