Was für eine Woche!

Es ist Freitag abend 20 Uhr. Ich liege erschöpft auf dem Sofa und schließe die Augen in der Hoffnung auf ein bisschen Erholung. Das Kind turnt auf dem Spielteppich hin und her, fädelt den Turm aus Ringen ein und sucht ein Buch nach dem anderen heraus. Wieso kann es sich ausschließlich dann, wenn es eigentlich schon schlafen soll (aber nicht kann), am friedlichsten und ausdauerndsten mit sich und den Spielsachen beschäftigen? Ich seufze leise in mich hinein und bewege mich nicht. Denn viel Kraft ist nach dieser Woche nicht übrig geblieben. Das Kind war krank! Das erste Mal so richtig! Fieber über 39°, schlapp und müde. Und es konnte das erste Mal stillsitzen, auf meinem Schoß und freute sich über meine Fingerspiele und Reime. Für so etwas hat es sonst höchstens 3 Zeilen Zeit. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir dann richtig Sorgen gemacht und die Hausapotheke bemüht. Hat geholfen, nur nicht unseren Nächten. Hat das Kind sonst Schlafphasen von 2-3 Stunden, wurde es nun im 45-Minuten-Rhythmus wach. Ich zog also aus dem Schlafzimmer aus und zwängte mich zwischen Schrank und Schlafstätte des Kindes auf eine Decke, deckte mich mit einer anderen zu und versuchte immer mal einen Happen Schlaf zu erwischen. Mitbekommen habe ich keinen (so wie beim Sekundenschlaf im Auto, kennt ihr, oder?), entsprechend fit war ich des Morgens.

Nun gut, jetzt ist das Kind wieder gesund (wohl eine Virusinfektion) und nicht mehr so müde – prompt kann es abends nicht einschlafen und wir befinden uns in oben beschriebener Situation. Möp. Ich schlage die Augen auf und muss losprusten. Das Kind ist zu mir hergetapst und zieht eine Schnute. Wie ein Kaninchen, ihr versteht?

Faxen machen für Mama.

Faxen machen für Mama.

Diese Mimik und Gestik ist so unglaublich süß, tollpatschig und herzerwärmend. Wie es Sachen auf den Boden wirft und dann sagt: „Oh oh!“ Wie es ein Bild des Mannes betrachtet und leise flüstert „Baba“. Hach. Ich kann dem Kind weder bös sein noch will ich das jemals missen!

Die fiebernde Woche scheint aber auch so etwas wie einen Entwicklungsschub bewirkt zu haben. Kennt ihr Wutanfälle bei 15-monatigen Kleinkindern? Ich sollte mich wohl daran gewöhnen.

Schönen 3. Advent!

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