Angespannt

Es ist ja nun so. Leben mit Kind/ern ist anstrengend. Manchmal nur so, oft zusätzlich lustig, faszinierend, erhellend, stressig, wunderbar. Letztes Wochenende war schön, leider war ich in Gedanken schon bei Montag. Da sind bei uns die Holzfenster außen gestrichen worden, zur Erhaltung derselben. Da die Tagesmutti frei hatte und das Kind sowieso zu Hause bleiben musste, konnte ich selbst nicht auf Arbeit. Ich war also den ganzen Tag zuhause, habe gekocht, das Kind zur Mittagszeit im Fahrradanhänger geschoben,  wo es schlafen konnte (die Wohnung war ja voller Farbdämpfe), bin dann, als die Maler fort waren, zu meinen  Eltern gefahren und konnte das Kind, wie üblich, dort unterbringen, während ich noch zu einem meiner Nachhilfekinder gefahren bin. Danach haben wir mit bei meinen Eltern Abendbrot gegessen und ebenfalls dort genächtigt. Am Morgen nach dem Frühstück Kind zur Tagesmutti, Geburtstagsgeschenk dagelassen, auf Arbeit und mittags wie sonst auch, Kind abholen, heimfahren und ins Bett legen. Eeendlich Pause!
Aber so angespannt wie gestern mittag war ich lang nicht. Ich wusste so gar nichts mit mir anzufangen, was mich runtergebracht hätte. Buchhaltung hat dann geholfen.
Äußerlich Ordnung schaffen bewirkt bei mir auch innerliches Ordnen.

Aber ich will mich wirklich überhaupt nicht beschweren. Deswegen.  Ich kann dennoch überlegen, was mir an solchen Tagen oder Phasen helfen könnte. Wenn ich so nachdenke, fällt mir kaum ein Tag ein, an dem ich etwas Schönes nur für mich mache. Nützliches ständig, Sachen für das Kind immer, Aufgaben erfüllen und Job/Nebengewerbe betreiben, ja. Aber die Seele bleibt sehr vernachlässigt und ich merke, das mir vieles fehlt. Also! Wie wäre es mit Sport? Das würde mir sehr gut tun, so wie zu Studiums Zeiten. Oder etwas Kreatives?kreativ Wäre toll! Gartenarbeit, yeah! Das geht leider nur in Absprache mit jmd., der/die auf das Kind aufpasst oder, es kommt einfach mit. Und letztens, das allererste Mal, hat es super geklappt! Es war irgendein Nachmittag, wir hatten nichts vor (was viel zu selten vorkommt und wieder mehr wird, weil ich gerne die Nachhilfe aufgeben will), also packte ich Snacks, Zutrinken, Mütze, Wechselsachen und alles, was man so auf einer Weltreise einem Ausflug in den Garten braucht, lud das Kind ins Auto und fuhr in den Schrebergarten. Es war nicht zu warm, kleines Lüftchen, paar Wolken. Wir machten es uns etwas gemütlich, dann packte ich die Hacke aus, das Kind bekam eine Schaufel in die Hand, ich riss Unkraut raus, das Kind neben mir buddelte in der Erde und bestaunte Erde, Steine, Ameisen und Wurzeln… Momente fürs Herz! Würklich!

Ab jetzt also jeden Tag etwas für MICH!

Ich fange heute an: Schwimmbadbesuch vom Kind und mir mit Schwester und Neffe bzw. Tante und Cousin. So schnell ist ein Nachmittag lang nicht vergangen!

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