Die Sich-Selbst-Klär-Eigenschaft von Sachen

An diesem Beitrag sitze ich nun schon fast eine Woche. Ich habe so Phasen, da fällt mir wahrlich wenig ein, worüber ich schreiben würde, dann fehlt mir die Muße mich hinzusetzen und außerdem die Zeit, mich darauf zu konzentrieren. Dazu kommt diese hartnäckige Erkältung seit fast 3 Wochen. Das Kind hat es übrigens auch erwischt. Das erste Mal ernsthaft erkältet und erst wurde es besser, dann kam der Husten dazu, jetzt ist es wieder besser – es ist unschön. Und ich bin so ungeduldig.

Andere Sachen hingegen haben sich einfach so geklärt. Die Sache mit dem Kindergartenplatz z.B. Seit dem gesetzlich verankerten Anspruch auf einen Platz für jedes Kind haben die Städte etwas Panik bekommen und wissen noch nicht genau, wie sie damit umgehen um Klagen zu umgehen. Wir wohnen hier ja in einem Ortsteil der einen Stadt, wobei der Kindergarten der Oma des Kindes am Rand der anderen Stadt liegt. 5 Minuten mit dem Auto entfernt, also optimal, übrigens ganz in der Nähe unseres Gartens. Ist auch so eine richtig toll gelegene Einrichtung, mit einem Konzept, was ich für gut halte. Und die Oma eben! Und nun will die Stadt nicht einfach „ihre“ Kitaplätze an stadtfremde Kinder geben, es könnte ja jemand aus der Stadt selbst irgendwann Bedarf haben. Da werden also erst Bedingungen aufgestellt (1. schon vorher bei einer Tagesmutti gewesen, 2. volle 9 Stunden, 3. Plätze frei, 4. Kita einverstanden – die wir alle erfüllen) und dann doch mitgeteilt, dass keine Ausnahmen möglich sind, da man dann ja jeder Kita diese Ausnahmen erlauben müsste etc. Trotzdem schrieb ich einen Antrag und siehe da, ein Anruf letzte Woche mit dem Inhalt, dass es wohl gut aussieht. Super!

Während ich dies schreibe, sitzt das Kind auf dem Teppich im Wohnzimmer und nimmt sich seine eigenen Kunstwerke vor. Also ein paar der Millionen bemalten (mit Fingermalfarben oder Buntstiften oder Wasserfarben oder Bleistift oder Kugelschreiber), beklebten Papieren in jeglichen Formaten von klein bis Riesenpostergröße. Nun muss ich ja auch zugeben, dass ich mit nicht wenigen Marotten ausgestattet bin, z.B. ertrage ich es überhaupt nicht, wenn ein Pulli einen engen Halsausschnitt hat oder wenn ich in Filmen/Serien jemandem beim Essen zuschauen muss, da schalte ich dann mindestens den Ton weg. Schere und PapierWeiterhin kann ich nichts wegwerfen, vor allem nicht, wenn ich es schonmal in der Hand hatte, also irgendeine Art von emotionaler Bindung bestehen könnte. Man kann sich die Stapel kindlicher Kunstwerke in allen Ecken und unter Tischen und Sofa vorstellen. (Mein Mann hat versprochen, Bescheid zu sagen, bevor unsere Wohnung vermessiet ist.) Seit kurzem liebt es das Kind, ihre Scheren zu benutzen und zerschneidet ein Bild nach dem anderen in kleine Fetzen. Nach zwei Tagen kehre ich diese einfach zusammen und werfe sie in die Papiertonne – Problem geklärt 🙂

Woran liegt es, wenn sich manche Sachen wie von selbst klären (meistens diejenigen, an die man mit Gelassenheit herangeht) und andere gefühlt ewig problematisch bleiben?

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