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Zuviel

Lang, lang ist’s her, dass ich hier einen Beitrag verfasst habe. Zu wenig Zeit, keine Lust, keine Zeit zum Nachdenken und Gedanken-ausformulieren. Und Sorgen gehabt. Und mit Sorgen schreibt es sich nunmal nicht besonders gut. Wenn die Gedanken um diese eine Sache kreiseln und sich keine zufriedenstellende Lösung finden lässt, weil es keine gibt und wenn dann die Zeit fehlt, mit jemandem darüber zu reden und wenn man gar niemand so richtig kennt, dem/der es genauso geht.

Welche Sorge? Allgemein formuliert: die um das Wohlergehen des Kindes. Klingt total banal. Ist aber das Allerschlimmste, was ich je gefühlt habe. Das muss dieses Elternding sein. Ich dachte, Erwachsenwerden wiegt schon schwer. Aber Eltern sein erst!! Auslöser dafür war wohl, dass kurz nach Weihnachten dieser Magen-Darm-Virus das Kind (später auch den Mann) erwischt hat und ich 1 Tag lang alle 2 Stunden den Eimer parat haben musste. Wer weiß, welchen Grusel ich davor habe, selbst brechen zu müssen und dann mit meiner ganzen übermäßigen Empathie dem eigenen Kind dabei zuschauen muss – es war furchtbar! Aber es ging vorbei.

Der Eimer.

Dann ein oder zwei Wochen, kurz nach meiner Weisheitszahn-OP, als ich sowieso zuhause war, bekam das Kind ein richtig schönes 3-Tage-Fieber. So mit knapp 40°C Fieber, fast durchgehend schlafend (auf meinem Schoß), kurze Wach-Episoden (wo etwas getrunken wurde – Gott sei Dank!). In dieser Zeit hatte ich auch unglaublich viel Zeit mich zu sorgen und zu grübeln, ob ich das Richtige tue und dem Kind wirklich so helfe, wie ich es sollte etc. pp. Es ging dem Kind bald wieder gut, aber eine Woche später dann diese unglaublich doofe Situation. Es gibt ja Gummibärchen mit Zuckerersatzstoffen, die angeblich besser sind, weil ohne Zucker?? So eine Tüte bekam das Kind auf dem Nachhauseweg geschenkt – ich total abgelenkt – Zuhause angekommen war die Tüte leer. Nichts weiter dabei gedacht. Am Abend merkten wir dann, dass diese Ersatzstoffe wohl sehr abführend wirken. Erst dem Mann die komplette Kleidung mit Mageninhalt versehen. Dann auch noch mehrmals beim Toilettengang mir einen Riesenschrecken eingejagt. Und wieder der Gedanke, ob das nun harmlos ist (das Kind hatte übrigens Riesenspaß ob dieser lustigen Geräusche) oder ob ich zum Arzt gehen sollte oder was zu tun ist.

Und nun denke ich bei jedem roten Fleck im Nacken oder diffusem Atemgeräusch an eine tödliche Krankheit und fürchte mich davor, wenn das Kind nicht bei mir ist sondern bei Tagesmutti oder Oma, dass ich jeden Moment einen Anruf bekomme, weil etwas schreckliches passiert ist. Ist das normal???

Sicher kann ich mir gut wieder Verstand einreden. Oder das Ganze schön sarkastisch in einen Tweet verpacken. Trotzdem bleibt das Gefühl – hin und wieder.

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Da ist sie wieder

Endlich hab ich sie wieder! Wenn man sie ständig um sich herum hat, will man sie loswerden, dann fängt sie an schwer und unangenehm zu werden. Aber nach 2,5 Jahren Abstinenz sehnte ich sie unendlich herbei und endlich, endlich ist sie wieder da. Bisher nur in Funken und Sekündchen, aber spürbar und es ist soo klasse. Langeweile. Nicht genau zu wissen, was jetzt zu tun ist. Nichts ist notwendig, nichts unbedingt sofort zu erledigen, weil sonst keine Zeit dafür bleibt. Und schwupps fangen die Gedanken an, sich freier zu entfalten, können sich lösen von Alltagsaufgaben wie Arbeit, Haushalt, Kind, Familienleben organisieren. Können in diese oder jene Richtung fliegen, es kommt nicht ganz so darauf an sich IMMER zu konzentrieren um ja nichts zu vergessen. Und hier kommt gleich eine Idee um die Ecke, über was ich schreiben könnte. Und hier entdecke ich eine kreative Aufgabe, die Spaß machen könnte und heute oder morgen oder auch nicht getan werden könnte. Ach und da ist ja noch die nette Bitte, eine Frage via Blogpost o.ä. zu beantworten, wenn das nicht in diesen Tagen realisiert werden kann!

Nahrung dieser Tage

Nahrung dieser Tage

Der Anlass ist nichts Schönes, aber im Angesicht all der guten Sachen, die damit einher kommen, bin ich gerade glücklich, dass mir diese beiden Weisheitszähne gezogen werden mussten. Da lässt sich der Schmerz, das nicht-essen-können trotz Riesenhunger, das hamsterartige Aussehen ohne Probleme ertragen. Was ist schon Schmerz gegen himmlische Ruhe!! Und Allein-Sein! Und ausruhen können! Eine Woche hat mich der wunderbare Doktor krank geschrieben, nächsten Mittwoch werden also die Fäden gezogen und bis dahin werde ich eine ausgeglichene, fröhliche und zu Späßen aufgelegte Mutter sein, dass es das Kind kaum aushalten wird, und der Mann erst, hehe.

Ausruhen war in besonderem Maße bitter nötig, nachdem nach Weihnachten erst das Kind, dann zu Silvester der Mann von einem heimtückischen Magen-Darm-Virus befallen wurden. Durch meine geliebten Abwehrkräfte wurde ich wohl verschont, aber das gesundpflegen selbst kostet unheimlich viel Kraft, nachdem ich das geschafft habe, könnte ich ja auch gleich noch die Welt retten. Aber das verschiebe ich auf die Zeit nach der Krankschreibung, die will ich erstmal noch genießen.

In diesem Sinne: Viva la vida!